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Internationales Filmfestival

Sara Fürst

Ein internationales Filmfestival kann in jede Stadt ein wenig Glamour bringen. Die verschiedenen Elemente wie spezielle Vorführungen, Stars und Strenchen aus der Filmszene und das ganze Ambiente um das Festival herum, lassen eine Stadt oft im Rhythmus der Cineasten vibrieren. Für den Filmfan kann dies eine bezaubernde Reise in eine fantastische Welt bedeuten. Er hat die Möglichkeit, zumindest für kurze Zeit, komplett in eine andere Realität zu schlüpfen und sich auf dem Parkett mit den Stars zu bewegen. Die ganze Filmfangemeinde tritt nicht zuletzt als soziales Netzwerk auf und es wird viele Chancen geben neue Kontakte zu knüpfen.

Die bekanntesten Filmfestivals in Europa

Die Orte klingen nach mehr. Venedig, Cannes und Berlin sind sicherlich sehr renommiert und haben bereits eine große, bestehende Publikumsbasis. Die großen Namen der Filmindustrie gehen hier ein und aus und versprühen ein gehöriges Maß an Eleganz und Klasse. Die Zuschauer kommen voll auf die Kosten, da sie bei diesen Filmfestivals nicht nur ansprechende Filme zu sehen bekommen. Die gesamte Industrie hat sich auf die Festivals eingestellt und in den Städten wird oft so viel Programm angeboten, dass es sich auch touristisch und kulinarisch lohnen kann auf den Spuren der Filme zu wandeln.

Für die echten Profis, also Filmemacher und Schauspieler ist das Filmfestival eine Bühne. Hier können sie sich präsentieren und die Zusammenarbeit für das nächste Projekt sicherstellen. Auch das ist für den Fan durchaus spannend zu beobachten, auch wenn es bei den größeren Festivals sicherlich nur aus der Distanz möglich ist.

Filmfans lieben auch die kleinen Filmfestivals

Filmfestival der vielen Filme
Aber es muss nicht immer die große Leinwand sein. Kleine Filmfestivals haben sich oft einen Ruf erarbeitet und bieten ebenfalls internationale Ansprüche. In Lübeck findet beispielsweise jedes Jahr das Filmfestival "Nordische Filmtage" statt. Das Festival hat sich den Produktionen im nordischen Raum gewidmet und deckt den ganzen skandnavischen Bereich ab. Es werden viele interessante Filme aus den nordischen Ländern gezeigt, die ansonsten keinerlei Aufmerksamkeit in der breiten Masse erhalten würden.

Die Atmosphäre bei den kleinen Filmfestivals ist oft familiärer und es besteht eine größere Möglichkeit in direkten Kontakt mit den Schaffenden der Industrie zu kommen. Auch bei den Eintrittpreisen gibt es enorme Unterschiede. In Cannes sind exklusive Parties lediglich den geladenen oder sehr betuchten Gästen vorbehalten. In Lübeck kann auch mit kleinem Geld schon viel Spaß erreicht werden.

Das internationale Filmfestival als touristisches Ereignis

Nur die echten Fans reisen zu einem Filmfest an, um sich tagelang nur um die Produktionen zu kümmern. Aber die gastgebenden Städte haben oftmals erheblich mehr zu bieten. Warum sollte dann nicht einmal der Anlass eines Festivals genutzt werden, um eine neue Stadt für sich zu entdecken. Die Filme spielen dabei eine Rolle, aber nicht die Hauptrolle. Dennoch wird beim Bummel durch die Innenstädte immer wieder klar werden, dass das Filmfestival in der Stadt gelebt wird und eine bedeutende Rolle einnimmt. Am Ende kann es zu einer gelungenen Symbiose aus Urlaub und Kulturereignis werden. Diese Kombination wird immer populärer bei kultur- und reisebegeisterten Menschen, die über den lokalen Tellerrand hinausschauen wollen.